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Industriematerial


Im Gegensatz zum alpinen Seil- und Bandmaterial brauchen wir für das „Industriematerial“ andere Methoden des Anschlagens und Spannens. Wir beschreiben im Folgenden Techniken die sich in unserer Arbeit bewährt haben, die aber bislang noch nicht auf ihre Festigkeit hin untersucht wurden (Zimmermannsschlag, Spann-Wickel-Methode).

Anschlagarten


Zimmermannsschlag Bild 1
Zimmermannsschlag Bild 1


 Zimmermannsschlag Bild 2
Zimmermannsschlag Bild 2


 Zimmermannsschlag Bild 3
Zimmermannsschlag Bild 3


Zimmermannsschlag

Er kommt ohne Knoten oder Metallteile aus, ist leicht zu legen und geht nach Belastung sehr gut wieder auf. Nachteil ist das das Band nicht so schön gerade aus dem Anschlag läuft, wie es für eine slackline z.B. angenehm wäre. Für niedere Seilaufbauten in unserem Zusammenhang ist dies aber nicht ganz so wichtig.

Die Wicklungen müssen so am Baum anliegen, das sie abgedrückt werden. Wir empfehlen mindestens 6 Umschlingungen des Bandes und am Ende einen einfachen Knoten als "Notbremse". Da noch keine genauen Werte über die Festigkeit vorliegen, wird dieser Anschlag bei uns nicht in Sicherungssystemen verwendet, sondern nur bei Aktionssystemen.

Rundschlingen aus Chemiefasern

In der Umgangssprache kurz Schwerlastschlingen oder Industrieschlingen genannt. Sie sind eine sehr schnelle und komfortable Art des Anschlagens. Im Prinzip werden sie ähnlich wie Bandschlingen aus Bergsportmaterial eingesetzt und häufig mit einem Ankerstich ("geschnürter Anschlag") an Baum fixiert. Das hat den Vorteil, dass die Schlinge ohne Belastung nicht nach unten rutscht, reduziert aber auch die Festigkeit der Schlinge. Die Verbindung Rundschlinge – Band geschieht mit einem Schäkel. (Ein Karabiner aus dem Bergsportbereich hat hier nicht die ausreichende Festigkeit und könnte versagen). Dazu muss das Band aber entweder eine vorgefertigte, genähte Öse besitzen oder wir wenden das „line locker“ Prinzip an. Einen Knoten ins Band zu machen und die entstandene Schlaufe in den Schäkel zu hängen, ist nicht zulässig (Industriebänder dürfen nicht geknotet werden.


Spann-Wickel Technik Bild 1
Spann-Wickel Technik Bild 1


Spann-Wickel Technik Bild 2
Spann-Wickel Technik Bild 2


 Spann-Wickel Technik Bild 3
Spann-Wickel Technik Bild 3


Spannmethoden

Spann-Wickel Technik
Diese Technik eigent sich sehr gut um z.B. einen mohawk-walk zu spannen. Der große Vorteil ist der äußerst geringe Materialaufwand. Es werden keine Metallteile (Karabiner, Schälkel, ...) benötigt und somit Gewicht eingespart.

Das Band sollte etwa 35 mm breit sein und eine sehr geringe Dehnung haben. Als Länge haben sich 40 m bewährt. Damit kann auch noch eine längere Distanz bei dickeren Bäumen überwunden werden.  Bei der Begehung ergiebt sich dann automatisch ein Druchhang. Das ist so gewollt, da zum einen die auftretenden Kräfte sehr gering sind (so gut wie keine Vorspannung mehr) und zum anderen das Begehen anspruchsvoll wird. Es ist durchaus möglich, eine Gruppe mit ca. 14 Personen gleichzeitig auf dem Band "unterzubringen", ohne das Band zu überfordern.

Die Sicherheitshinweise, eine genaue Aufbaubeschreibung des mohawk-walk und vieles mehr findet sich im Bereich "spezielle Elemente".



Mohak Aufbau Large von Abele-Informatik


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