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Pendelmethode


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Die hier vorgestellte Pendelmethode eignet sich für Interventionen, bei denen handlungsunfähige Teilnehmer aus einem Element geborgen werden sollen. Sie stellt an den Retter hohe seiltechnische Anforderungen, bietet aber den Vorteil, dass gemeinsam mit einem evtl. verängstigten Teilnehmer abgeseilt werden kann. Wir empfehlen diese Methode dringend zu üben und zu automatisieren um bei einem möglichen „Ernstfall“ ruhig und zügig arbeiten zu können.

Das komplette Material befindet sich vorbereitet in einem nur dafür vorgesehenen Sack. Das verwendete Seil muss mindestens so lange sein, das es am höchsten Element des Seilgartens doppelt zum Boden reicht und noch 3-4 Meter an Reserve mit eingerechnet sind. Die Weiche ist dabei bereits mit der korrekten Länge ins Seil geknotet, der Stahlkarabiner zur Aufhängung im Tragseil und das halbautomatische Sicherungsgerät sind ebenfalls bereits im Seil eingehängt. Das Seil wird lose in den Sack gestopft, so dass der Stahlkarabiner als erstes oben greifbar wird. Am losen Seilende befindet sich ein Endknoten.
Bei einer Intervention steigt der Retter mit Eigensicherung zum Teilnehmer auf, hängt den Stahlkarabiner in das Tragseil des Elementes ein, hängt das Sicherungsgerät und das eine Ende der Weiche in seinen eigenen Anseilpunkt und lässt den Sack inkl. Seil zu Boden fallen.

Ab diesem Zeitpunkt schaut der Ablauf dann wie folgt aus:

• Durch Einziehen des Bremsseiles am Sicherungsgerät erfolgt eine Lastübertragung auf die Abseilstation (Selbstseilrolle)
• Ca. 2 unterhalb im Bremsseil Sackstichknoten anbringen (Backupknoten)
• Eigensicherung des Retters auf dem Tragseil aushängen
• Zum TN hin abseilen und TN einhängen
• Schraubkarabiner des Interventionsseils in den Anseilpunkt des TN einhängen
• Ab hier wäre ein Kappen möglich, aber sicher nur in den aller wenigsten Fällen wirklich nötig. Das Kappen birgt für alle Beteiligten ein hohes Verletzungsrisiko. Sollte es doch einmal nötig sein, empfehlen wir dringend eine Rettungsschere anstatt eines Kappmessers einzusetzen.
• Mit Sicherungsgerät am eigenen Seil wieder aufsteigen und dadurch die eigene Weiche entlasten.
Dazu Bremsseil mit der Hand einziehen und sich, wenn nötig, vorsichtig mit den Füßen am Anseilpunkt des TN abstürzten, oder mittels Steigklemme und Trittschlinge nach oben steigen
• Die eigene Weiche muss deutlich entlastet sein (kompletten Spielraum der Weiche ausnützen!)
• TN durch Einsatz des eigenen Körpergewichtes (pendeln!) am Klettergurt ca. 10cm hochziehen
• Selbstsicherung (evtl. auch das Höhensicherungsgerät) des TN aushängen
• Backupknoten im Seil des Retters lösen und langsam und kontrolliert gemeinsam mit dem Teilnehmer abseilen. Dabei ist absolute Bremsseilkontrolle nötig.

Bei guter Vorbereitung und entsprechender Routine ist eine Rettung aus dem Element innerhalb weniger Minuten möglich. Durch den geringen Kostenaufwand für das Material ist es möglich, mehrere solcher „Interventionssäcke“ im Seilgarten zu verteilen und somit sehr schnell handlungsfähig zu sein. Außerdem entfallen einen aufwändige Wartung und Instandhaltung spezieller Geräte.





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