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Philosophie




Gefahr

Situationen, in denen Teilnehmer sich Gefahren aussetzen, bedrohen die Unversehrtheit von Körper und Geist. Gefahren stellen so Lebens- situationen dar, die im Gegensatz zu unserem Alltag (essen, schlafen usw..) mit besonderer Wahrnehmung und Verhaltensweisen beantwortet werden müssen. Die Ursache der Gefahr kann vom Umfeld oder vom Menschen selbst ausgehen. Da wir uns als handelndes Subjekt verstehen, existiert eine subjektive und analog dazu eine objektive Gefahr.


Objektive Gefahren entstehen durch bedrohende Umstände deren Ursachen in unserer Umwelt zu suchen sind. Ungünstige Wettersituationen, ungünstige Geländeformationen zum Aufbau eines mobilen Elementes oder die Absturzgefahr an einem ausgesetzten Wegabschnitt sind nur einige Beispiele.

Gefahren können weiter dahingehend differenziert werden, ob es sich um Gefahren handelt die "ex ante" oder
"ex post" erkannt werden. Von einer "ex anten" Situation spricht man dann, wenn sie sehr komplexer Natur ist und viele Variablen im Spiel sind, die nicht alle im Vorfeld erkennbar sind. Wenn es keine eindeutig "messbaren" Größen wie z.B. Festigkeitswerte gibt, ist man darauf angewiesen, nach der Strategie des Risikomanagements ständig neu zu entscheiden, ob das im Moment vorhandene Basisrisiko angemessen ist. Hier geht es um Entscheidungsprozesse in der ungezügelten Natur. Im Arbeitsfeld der mobilen Seilgartenelemente sind alle wesentlichen, gefahrbringenden Faktoren bekannt. Wir wissen wie sich Material, Kräfte und in gewissen Grenzen auch der Mensch verhält.

Wir können daher auf Wissen zurück greifen – also ex post – das uns die Entwicklung angemessener Sicherheitsprozeduren erlaubt. z. B. "Schraubkarabiner als Anseilverbindung werden immer redundant geführt."



hohes Basisrisiko???

Basisrisiko

Das Maß einer objektiven Gefahr bezeichnen wir als Basisrisiko. Jedem Praktiker wird einleuchten, dass die Größe des Basisrisikos von der Art der Aktion, bzw. des Mediums abhängig ist. Die Durchführung einer Initiativübung hat ein geringeres Basisrisiko als eine mehrtägige Wanderung im Hochgebirge.


Das Basisrisiko gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der ein Notfall oder Unfall eintritt. Das Basisrisiko lässt sich noch dahingehend unterscheiden, ob es von den Fähigkeiten eines Teilnehmers (Trittsicherheit, Konzentration, Kondition …) beeinflusst werden kann oder nicht.

Hohes Basisrisiko???

Gefahren, wie z. B. Lawinengefahr, Steinschlag, Wetterumschwung oder gefährliches Verhalten eines Teilnehmers sind alle Beteiligten gleichermaßen ausgesetzt. Die absolute Größe des Basisrisikos wird in der gesellschaftlichen Diskussion festgelegt und akzeptiert. So ist das akzeptierte Basisrisiko z. B. im Straßenverkehr sehr hoch. Gegenmaßnahmen wie z.B Geschwindigkeitsbeschränkungen werden kaum eingeleitet, obwohl die Maßnahmen eindeutig zu weniger Unfällen (Toten) führen würden.

Im Kontext von erlebnisorientierten Outdoorelementen werden die Grenzen des akzeptierten Basisrisikos immer geringer. Immer stärker werden Forderungen, Risiken gegen Null zu senken. Leider wird dabei missachtet, dass entsprechende Handlungsfelder wie Bergsport, Höhlenbegehungen wegfallen müssten, weil sie ein nicht beeinflussbares, relativ hohes Maß an Basisrisiko beinhalten. Wichtig erscheint, dass das Verhältnis zwischen Leitung, Auftraggeber und Teilnehmer transparent ist und die Teilnehmer über das Maß an Gefahr aufgeklärt werden. Das Prinzip der Freiwilligkeit findet hier nicht nur Anwendung um psychische Gefahren zu vermeiden, sondern um aus der ethischen Überzeugung heraus jedem Menschen ein hohes Maß an Eigenverantwortung für sich selbst zurück zu geben.



Garantenstellung

Die Garantenstellung bezieht sich nicht nur auf das Vertrauensverhältnis, dass alles getan wird um einen Unfall zu vermeiden, sondern dass alle Gefahren, die objektiv vorhanden sind auch vom Leiter angesprochen werden.

Sicherheitsmanagement - Risikomanagement



Integrierte Sicherheitsmethodik
Leider wurden beide Methoden in der Vergangenheit eher als gegenüberstehende „Lehrmeinungen“ diskutiert und attackiert.
Eine integrierte Sicherheitsmethodik versucht beide Systeme zu kombinieren. Bei der Auswahl des Mediums muss es zur Einschätzung des Basisrisikos kommen. Hier stellen sich nun die Fragen:
  • "Welche gefahrbringenden Faktoren sind bekannt?" 
  • "Gibt es Grauzonen?"
  • "Inwieweit handel ich nach meiner Sicherheitsprozedur und wieweit bleibe ich offen für ungebetene Überraschungen?"
Letztendlich handelt es sich hier um eine Gratwanderung, die immer individuell entschieden werden muss.


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