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Redundanz


Gefahrenanalyse und Versagensmöglichkeiten

Versagensmöglichkeiten
Wie Eingangs erwähnt befasst sich ein Sicherheitsmanagement mit der ständigen Analyse und Korrelation von Sicherheitsstandard und Ist-Situation. Die analytische Frage lautet:
Welche Versagensmöglichkeiten können in der Sicherungskette auftreten?
Hier wird nun klassisch zwischen drei verschiedenen Bereichen unterschieden:

Materialversagen
Ein Bauteil wird zerstört und erzeugt somit einen Notfall. z. B. der viel zitierte Seilriss
Zentrale Frage: Ist das Bauteil den auftredenden Belastungen gewachsen?


höhere Dimensionierung des Bauteils
höhere Dimensionierung des Bauteils

Lösung:
  • Dimensionierung – Durch Einbau eines Teiles mit höherer Festigkeit lassen sich Materialbrüche vermeiden. Entscheidend ist das Wissen um die zu erwartende Belastung und die Wahl eines Sicherheitspolsters (Sicherheitsfaktor) als Multiplikator. Wir empfehlen dabei folgende Sicherheitsfaktoren
    - > Sicherungssystem 6 fach
    - > Aktionssystem 3 fach
  • Redundanz – Werden Bauteile mit zu geringem Sicherheitsfaktor verwendet können die einzelnen Teile oder ganze Systeme redundant (doppelt und voneinander unabhängig) ausgeführt werden.
gegenläufig eingehängte Karabiner
gegenläufig eingehängte Karabiner

Funktionsversagen
Das Bauteil erfüllt nicht die Ihm zugeschriebene Aufgabe. z. B. ein Twist lock Karabiner reibt am Tragseil einer Seilbrücke und öffnet sich so, dass sich der Schnapper öffnet und das Seil durch eine große Schwingung ausgehängt wird.
Der Karabiner wird bei diesem Prozess nicht zerstört. Das Bauteil wird seiner Aufgabe das Seil mit der Schlinge zu verbinden jedoch nicht mehr gerecht. Zentrale Frage: Welches Bauteil kann in seiner Funktion durch Fliehkräfte, Schwingungen, sonstige Kontaktstellen gestört werden?

Lösung:
  • Differenzierung – Das Bauteil mit gefährlicher Funktion wird ausgetauscht. z. B. Der Twist Lock Karabiner gegen einen Karabiner mit Dreiwegeverschluss
  • Redundanz – Doppelte Ausführung des Bauteiles, so dass die Funktion wesentlich verbessert wird. Z.B. gegenläufiges Einhängen von zwei Karabinern


Menschliches Versagens
Die Aufgabe überfordert die Fähigkeiten der Tn. Z. B. bei der Bedienung der Partnersicherung wird fehlerhaft gearbeitet. Zentrale Frage: Was können die Menschen im System falsch machen und wie sind alle Beteiligten zu kontolieren.



Lösung:
  • Handlungsredundanz - Einführen doppelter Prozeduren: Gurtcheck nach dem Vieraugenprinzip, Hintersichern durch zweiten TN, usw. 
  • Betreuungsaufwand - verstärkte Kontrolle des Teilnehmers durch den Trainer
  • Differenzierung - Der Aufbau oder der Prozess wird so geändert, dass die Fehler aller Voraussicht nach nicht mehr stattfinden können.
Prinzipiell erkennt man, dass "Redundanz" immer nur eine Art der Lösung sicherheitstechnischer Problemstellungen darstellt. Wesentlich ist es auch hier sich die zentralen Fragen zu stellen und im Rahmen seiner (technischen) Möglichkeiten zu agieren.



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