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Statik


Im Folgenden wollen wir ein paar nüchterne Zahlen vorstellen, die Grundlagen der statischen Anforderungen an unsere Elemente sind.
Zum einen geht es uns darum Sicherheitsfaktoren für bestimmte Teilsystem unserer Aufbauten ein zu führen, zum anderen Kraftwerte festzulegen, die aus unserer Erfahrung heraus bei bestimmten Aufbauten auftreten.

Sicherheitsfaktoren:
Mit der Einführung der Sicherheitsfaktoren wollen wir uns ein gewisses „Sicherheitspolster“ schaffen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Angenommen der Anschlagpunkt eines Aktionssystems (z. B. Laufseil) wird mit 5 KN belastet. Würden wir nun alle Teile dieses Systems (Seil, Karabiner, Schlingen, …) so auslegen, das sie bei 5,1 KN versagen, dann wären wir ständig an der Festigkeitsgrenze unseres Materials unterwegs. Wir hätten keinerlei Speilraum mehr, den wir aber in der Praxis unbedingt brauchen. Es ist häufig der Fall das sich unsere Teilnehmer nicht an das „Normgewicht“ von 80 kg halten, sondern durchaus Abweichungen nach oben möglich sind. Genau so wenig verwenden wir immer fabrikneues Material, sondern haben im Gegenteil ständig mit dem Verschleiß unserer Seile und Schlingen zu kämpfen, was natürlich zu einem gewissen Festigkeitsverlust führt.
Unter den Sicherheitsfaktoren verstehen wir also folgendes: Erwarten wir beispielsweise an einem Anschlagpunkt in unserem Seilaufbau eine Verkehrslast (Kraft die während der Begehung tatsächlich auftritt) von 5kN und würden einen Sicherheitsfaktor 3 wählen, dann dürfte dieser Anschlagpunkt erst beim 3 fachen der Verkehrslast, also bei 15 kN (Bruchlast), versagen.


Bei unseren Ausbildungen fordern wir folgende Sicherheitsfaktoren:
  • 6 facher Sicherheitsfaktor für Sicherungssysteme
  • oder 2 x 3 facher Sicherheitsfaktor bei redundanten Systemen
  • 3 facher Sicherheitsfaktor in Aktionssystemen
Diese Zahlenwerte sind von uns festgelegt worden. Prinzipiell wäre es auch möglich hier andere Werte ein zu setzten. Z.B. wird in der Veranstaltungstechnik mit Sicherheitsfaktor 10 gearbeitet, unsere Schwerlastschlingen weisen einen SF von 7 auf.

Für die daraus resultierenden Festigkeitsanorderungen an das eingesetzte Material legen wir folgende Kraftwerte zu Grunde:


  • In Seilbrücken mit zwei Statikseilen aufgebaut, mit einem einfachen Flaschenzug und max. 2-3 Personen vorgespannt
  • In der Umlenkung von Top Rope Sicherungen
Bei Industriebändern die mit einer Ratsche und maximal mit einer Hand vorgespannt werden
  • Vorspannung
  • mit einer Person belastet
  • zwei bis drei Personen
  • Mowhawkalk
  • Stahlseil als Mowhawk Walk mit 5 - 6 TN belastet

6kN

2,5 - 3 kN


ca. 2,5 kN
ca. 5,0 kN
ca. 7,5 kN
ca. 10 kN
ca.12 kN

Um im Rahmen dieser Werte zu bleiben, empfehlen wir folgen Vorgehensweise:

  • Spannen nur mit einfachem Flaschenzug
  • Spannen nur mit max. 3 Erwachsenen Personen
  • Einmaliges Nachspannen des Seiles
Bei Ratschengurten:
  • Spannen nur mit einer Hand an der Ratsche ohne Manipulationen am Ratschengriff
  • Einmaliges Nachspannen der Ratsche


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